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28.12.12 Kautschukwoche KW 51/12
In der letzten Ausgabe der Kautschukwoche in diesem Jahr gibt das Haus Centrotrade einen kurzen
Jahresrückblick auf dieses wirklich ereignisreiche Jahr 2012. Was war geschehen?
Das Jahr 2012 hat angefangen wie das Jahr 2011 aufgehört hatte. Das zentrale Thema an den
Märkten war der bevorstehende Zusammenbruch der Eurozone. Griechenland und Portugal waren
schon K.O. gegangen und wurden durch diverse Rettungspläne am Leben erhalten. Im Laufe des
Frühjahrs 2012 wurde offensichtlich, dass mit Spanien, dem drittgrößten Land der EU, ein weiteres
Land vor dem Abgrund stand. Am 6. Mai und 17. Juni hatte das griechische Volk die Wahl. Pro oder
contra EU. Mit der Entscheidung für die EU hatten nicht wenige Spekulanten, die auf den
Zusammenbruch des Euro gewettet hatten, viel Geld verloren. Die Europäische Zentralbank schaute
einem möglichen Verfall der Eurozone nicht tatenlos zu. Mr. Draghis „Dicke Berta“ pumpte 3.000
Milliarden Euro an Liquidität in den Markt. Der permanente Euro-Rettungsschirm ging an den Start,
um kriselnde Euroländer vor dem Kollaps zu retten.
Die beiden wahrscheinlich wichtigsten Ereignisse im Jahr 2012, welche den (Kautschuk)Markt in die
eine oder andere Richtung schoben, sind:
Erstens: Die Korrektur der Prognose des chinesischen Wirtschaftswachstums 2012 von ursprünglich
9,2% auf 7,5%. Als die chinesische Regierung dies Anfang März bekanntgab, ging es an den Börsen
weltweit bergab (vgl. Kautschukwoche 10/12).
Das zweite Ereignis war die Bekanntgabe unseres obersten Währungshüters, Herrn Draghi, dass die
EZB in unbegrenztem Umfang Staatsanleihen kriselnder Euroländer aufkaufen werde - koste es, was
es wolle. Dieses starke Signal pro Euro sorgte für Ruhe in Europa und bescherte uns einen milden und
nicht den befürchteten heißen Herbst 2012.
Der Kautschuk ist von dieser Entwicklung nicht verschont geblieben. Siehe Grafik:
centrotrade.net/pricegraphs.html
Für das kommende Jahr erwartet uns wie jedes Jahr das „Wintering“, das Herunterfahren der
Kautschukproduktion in den Hauptanbaugebieten. Durch diese natürliche Verknappung des
Rohstoffes dürften die Preise zu Beginn des Jahres anziehen. Dem gegenüber stehen weiterhin hohe
Lagerbestände in China und Japan sowie eine weltweit verringerte Kautschuknachfrage. Und wenn
die Welt morgen nicht untergeht, dann ist eines sicher. Das Jahr 2013 wird spannend!
Ein Frohes Fest und einen guten Rutsch.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bartenstein
Centrotrade Deutschland GmbH
- Files:
Kautschukwoche_51_02.pdf
